AKTUELLES KURATORIUM

Einladung zur Ausstellungseröffnung "Die Macht der Gefühle"
08.10.2019

Deutschland 19 / 19 DIE MACHT DER GEFÜHLE

Ausstellung vom 31. Oktober 2019 bis 27. Januar 2020

Gesamtschule Friedenstal, Salzufler Str. 129, 32052 Herford

Geöffnet für Schulklassen, Gruppen und interessiere nach Vereinbarung unter 05221 189190, oder info@gesamtschule-friedenstal.de

Eröffnung am 31. Oktober 2019, 19 Uhr
mit Tim Kähler (Bürgermeister),
Vertreter*in der Schulleitung,
Friedel Böhse (Kuratorium)
Einführung: Joachim Jennrich (Kuratorium)
Musikalischer Beitrag der Gesamtschule

Zur Vorbereitung eines Ausstellungsbesuchs mit Schulklassen/Gruppen empfehlen wir die „Erkundungsbögen für die Sekundarstufe 1 oder eine kurze Bearbeitungszeit“ sowie die Begleitbroschüre, Download unter https://machtdergefuehle.de/didaktisches-material

Die Ausstellung wird im Rahmen der Bildungspartnerschaft Gedenkstätte - Schule (Zellentrakt/Stadtarchiv Herford/Gesamtschule Friedenstal) gezeigt.


Die von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (Stiftung EVZ) und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgegebene Schau veranschaulicht die Kontinuitäten und Brüche in den Gefühlswelten, deren Konjunkturen die Politik und Gesellschaft in den vergangenen 100 Jahren prägten und deren neuerliche Intensität uns heute herausfordert. Dazu nimmt die Ausstellung heutige Erscheinungsformen von 20 Gefühlen zum Ausgangspunkt und zeigt deren historische Entwicklung im 20. Jahrhundert auf.

Die Ausstellung wurde von den Historikerinnen Ute und Bettina Frevert erarbeitet. Anlass für das gemeinsame Ausstellungsvorhaben unserer beiden Stiftungen sind die zahlreichen Jahrestage, die 2019 dazu anregen, sich mit der Geschichte von Demokratie und Diktatur in Deutschland auseinanderzusetzen: 100 Jahre Gründung der Weimarer Republik, 90 Jahre Weltwirtschaftskrise, 80 Jahre deutscher Überfall auf Polen und Beginn des Zweiten Weltkriegs, 75 Jahre 20. Juli und Landung der Alliierten in der Normandie, 70 Jahre doppelte deutsche Staatsgründung, der Regierungswechsel in Bonn vor 50 Jahren, 30 Jahre Friedliche Revolution und 15 Jahre EU-Osterweiterung. Diese Jahrestage bilden wichtige Bezugspunkte, ohne dabei im Mittelpunkt der Schau zu stehen.

„Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 / 19“ regt ganz grundsätzlich dazu an, sich mit der Bedeutung von Emotionen in Geschichte und Gegenwart zu befassen.

Die Ausstellung in Herford wird durch die Stiftung der Sparkasse Herford gefördert.

Flyer (PDF)

Einladung zur Ausstellungseröffnung "erfasst, verfolgt, vernichtet."
08.10.2019

erfasst, verfolgt, vernichtet.
Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Ausstellung vom 28. Oktober bis 29. November 2019 im Kreishaus Herford, Amtshausstr. 3, 32051 Herford

Veranstalter:
Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V. / Gedenkstätte Zellentrakt Herford
und
Gemeindepsychiatrischer Verbund Kreis Herford e.V. (GPV)

Eröffnung am 29. Oktober 2019 um 18 Uhr Kreishaus Herford, Amtshausstr. 3, 32051 Herford


Öffnungszeiten:

Montag – Donnerstag 7:30 – 17:30 und Freitag 7:30 – 13:00 Uhr, Kontakt und Anmeldung für Schulklassen/Gruppen:
Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.
Gedenkstätte Zellentrakt Rathausplatz 1, 32052 Herford
05221 189257
info@zellentrakt.de

Allgemeine Informationen:

Die Wanderausstellung der DGPPN wurde in Kooperation mit den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Terrors erstellt und bereits von mehr als 500.000 Menschen besucht. Nachdem sie 2014 im Deutschen Bundestag unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck (a.D.) eröffnet wurde, war sie national und international an 73 Standorten in 8 verschiedenen Ländern auf 5 Kontinenten zu sehen.

Bis zu 400.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 zwangssterilisiert, mehr als 200.000 wurden ermordet. Bei der Selektion der Patienten wurde der vermeintliche „Wert“ des Menschen zum leitenden Gesichtspunkt. Ärzte, Pflegende und Funktionäre urteilten nach Maßgabe von „Heilbarkeit“, „Bildungsfähigkeit“ oder „Arbeitsfähigkeit“ über die ihnen Anvertrauten. Dabei fand die Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung auffälliger, störender und kranker Menschen innerhalb des damaligen Anstalts- und Krankenhauswesens statt.

Die Wanderausstellung richtet sich gezielt an ein breites Publikum: Sie nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens als Leitlinie und beschäftigt sich mit den gedanklichen und institutionellen Voraussetzungen der Morde, sie fasst das Geschehen von Ausgrenzung und Zwangssterilisationen bis hin zur Massenvernichtung zusammen, beschäftigt sich mit exemplarischen Opfern, Tätern, Tatbeteiligten und Opponenten und fragt schließlich nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute.

Die Ausstellung wird in Herford durch vier Tafeln zu Euthanasie, Zwangssterilisierung, den Verantwortlichen und Tätern sowie den zwei wesentlich verantwortlichen Amtsärzten aus Kreis und Stadt Herford ergänzt.


Begleitprogramm:

7. November 2019, 19 Uhr
Historischer Sitzungssaal
Altes Kreishaus, Amtshausstr. 2, 32051 Herford, 1. OG
Vortrag
Dr. Carola S. Rudnik (Leiterin der Gedenkstätte Lüneburg):
"Der Löwenzahn bricht meist dann durch den Beton, wenn die Sonne darauf scheint."
- Angehörige in der Gedenkstättenarbeit zum Thema "Euthanasie" und Zwangsterilisation

8. November 2019, 10 – 16 Uhr
Historischer Sitzungssaal
Altes Kreishaus, Amtshausstr. 2, 32051 Herford, 1. OG
Workshop:
Dr. Carola S. Rudnik (Leiterin der Gedenkstätte Lüneburg):
"Die Würde des Menschen ist (an-)tastbar" - Inklusives Geschichtslernen an außerschulischen Lernorten.
Die Gruppengröße beträgt mindestens 10 und maximal 25 Personen. Für die Teilnahme wird ein Beitrag von 10,00€ pro Teilnehmenden erhoben.

Beschreibung: Um Inklusionsprozesse von Menschen mit seelischen Erkrankungen und Behinderungen zu fördern, hat die "Euthanasie"-Gedenkstätte Lüneburg ein bundesweit einmaliges Schulungsprogramm entwickelt. Teilnehmende lernen in einem eintägigen Seminar multiperspektivisch sowie handlungsorientiert verschiedene Methoden und Materialien zu den Themen Kinderrechte, Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen, Wandel der Ethik und Rolle der Medizin/Pflege, Entrechtung und Gewalt an Erkrankten und Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus kennen. Die NS-"Euthanasie" als Ausgangs- und Angelpunkt, erhalten Teilnehmende zudem Einblicke in Biografien historischer Akteure und erhalten einen Überblick über den historischen Wandel von Krankheit und Behinderung bis heute. In der Fortbildung werden darüber hinaus Materialen und Methoden vorgestellt zur Frage: "Was hat das mit mir zu tun?" Damit wird in dem sechsstündigen Workshop der Bogen von 1940 bis in die Gegenwart gespannt. Teilnehmende können hierdurch nicht nur ihr zeitgeschichtliches Wissen erweitern, sondern auch neue Zugänge zur Vermittlung von lokaler bzw. regionaler Geschichte ausprobieren. Die Teilnahme wird gerne bescheinigt.

13. November 2019, 19 Uhr
Gedenkstätte Zellentrakt (im Herforder Rathaus)
Rathausplatz 1, 32052 Herford (Hintereingang)
Gespräch:
Alexandra Sonntag und Dr. Wolf Müller:
Informierte Mündigkeit in der Psychiatrie

Einladung (PDF)
Flyer (PDF)

Fotoimpressionen von der Gedenkfeier Heiko Ploeger
24.09.2019

Fotoimpressionen von der Gedenkfeier und Kranzniederlegung zum 75. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger am 15. September 2019 auf dem Friedhof »Zum ewigen Frieden« in Herford.

Worte des Gedenkens für den Kreis Herford von Landrat Jürgen Müller sowie Friedel Böhse für den DGB Kreisverband Herford, Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS und das Kuratorium »Erinnern, Forschen, Gedenken«.

Musikalische Beiträge des Herforder Gewerkschaftschors.

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Fotoimpressionen von der Mahn- und Gedenkveranstaltung
06.09.2019

Fotoimpressionen von der Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit
am Dienstag, dem 3. September 2019 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall, Herford

Begrüßung: Dr. med. Wolf Müller, (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken)
Gedenkworte (auch im Namen des Kreises): Tim Kähler (Bürgermeister der Stadt Herford)

mit

Helga Kohne – Dr. med. Wolf Müller
Bericht über den Sachstand zur Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes des früheren Leiters des Städtischen Gesundheitsamtes Dr.med. Heinrich Siebert

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

75. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger
19.08.2019

Gedenkfeier und Kranzniederlegung zum 75. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger

Zum Gedenken an den am 15. September 1944 hingerichteten Metallarbeiter Heiko Ploeger und zur mahnenden Erinnerung an den nationalsozialistischen Terror laden Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS, der Deutsche Gewerkschaftsbund, Kreisverband Herford, und das Kuratorium »Erinnern, Forschen, Gedenken« zur Gedenkfeier und Kranzniederlegung ein. Heiko Ploeger hörte ausländische Rundfunksender, verboten im Nationalsozialismus. Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die Kranzniederlegung wird begleitet von musikalischen Beiträgen des Herforder Gewerkschaftschors.


Sonntag, 15. September 2019, 17.00 Uhr. Treffpunkt ist der Haupteingang des Friedhofs »Zum ewigen Frieden« in Herford.

Anschließend erfolgt die Kranzniederlegung. Worte des Gedenkens sprechen für den Kreis Herford der Landrat Jürgen Müller sowie Friedel Böhse für den DGB Kreisverband Herford, Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS und das Kuratorium »Erinnern, Forschen, Gedenken«.

Flyer (PDF)

Mahn- und Gedenkveranstaltung
06.08.2019

Wir laden ein zur

Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit

am Dienstag, dem 3. September 2019, um 17:30 Uhr
am Mahnmal für die Opfer des Faschismus
am Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall, Herford

Begrüßung: Dr. med. Wolf Müller, (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken)
Gedenkworte (auch im Namen des Kreises): Tim Kähler (Bürgermeister der Stadt Herford)

Helga Kohne – Dr. med. Wolf Müller
Bericht über den Sachstand zur Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes des früheren Leiters des Städtischen Gesundheitsamtes Dr.med. Heinrich Siebert

Niederlegung von Blumen und Kränzen am Mahnmal. .

Flyer (PDF)

Fotoimpressionen von der Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933
13.05.2019

Fotoimpressionen von der Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933
Am Freitag, 10. Mai 2019 im Elsbach-Haus

Mit Erwin Schulhoff und Else Lasker–Schüler wurden zwei Ausnahmekünstler mit ihren Biographien und Auszügen ihrer Werke in Musik und in Texten vorgestellt.

mit

Helga Kohne
Dirk Strehl
Vera Lang (Flöte), Fritz Luchterhand (Bratsche), Oleg Moznaim (Kontrabass): Erwin Schulhoff, Concertino für Flöte, Bratsche, Kontrabass 1929

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933
10.04.2019

Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in Berlin (Ullstein)

"...Es ist ein Weinen in der Welt…“

Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933

Freitag, 10. Mai 2019, 19:30 Uhr
Elsbach-Haus Goebenstraße 3-7, 32052 Herford

Eintritt frei, um eine Spende für den Erhalt der Elsbach-Bibliothek wird gebeten.

Mit Erwin Schulhoff und Else Lasker–Schüler werden zwei Ausnahmekünstler mit ihren Biographien und Auszügen ihrer Werke in Musik und in Texten vorgestellt.

Helga Kohne:
Einführung: „Hass schachtelt ein“

Helga Kohne:
Erwin Schulhoffs Biographie

Dirk Strehl:
Else Lasker Schüler, Biographie und Text
„Denk dir ein Wunder aus“

Vera Lang (Flöte), Fritz Luchterhand (Bratsche), Oleg Moznaim (Kontrabass): Erwin Schulhoff, Concertino für Flöte, Bratsche, Kontrabass 1929

Wir erinnern und gedenken aller verfolgten, verbotenen, vertriebenen und ermordeten Künstler, Schriftsteller, Musiker, Maler, Bildhauer...

Flyer (PDF)

Fotoimpressionen von "Zwei Reisende nach Breslau"
15.05.2019

Fotoimpressionen von "Zwei Reisende nach Breslau"

Eine Lesung von Steven Weinberg zusammen mit Hermann Bumb am 10. April 2019 Uhr im Elsbach-Haus Herford

Begrüßung Christoph Laue

Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Zwei Reisende nach Breslau
28.03.2019



Buchillustration

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu:

"Zwei Reisende nach Breslau"
Eine Lesung von Steven Weinberg

10. April 2019 19:30 Uhr im Elsbach-Haus, Goebenstr. 3-7, 32052 Herford

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten


Steven Weinberg, geboren 1946 in den Niederlanden, ist der Enkel von Richard Weinberg, geboren in Herford.

Sechs Mitglieder seiner Familie wurden in den Todeslagern der Nazis ermordet. Erst nach dem Tod seiner Eltern fühlte der Fünfzigjährige (Biologielehrer an der Europa-Schule in Luxemburg und Meeresbiologe), das Bedürfnis, diese verdrängte und dramatische Vergangenheit seiner Familiengeschichte aufzuarbeiten.

Auf drei Reisen in Polen verfolgte er 1997, 2001 mit seinen zwei Söhnen und 2004 mit seiner Frau die sein Vater zu Kriegszeiten zurückgelegt hatte.

Sein Vater Edgar wurde am 16. Februar 1944 bei einer Razzia in den Niederlanden verhaftet und über das Lager Westerbork und Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. Es gelang ihm, die Hölle zu überleben.

Sechzig Jahre später versucht der Sohn, die dantesken Bilder seines Vaters auf die friedliche und verschneite Landschaft Polens zu projizieren.

„Zwei Reisende nach Breslau“, zwei Beschreibungen des gleichen Weges, mit einem Zeitintervall von einem halben Jahrhundert. Die erste Reise des Vaters, der auf wundersame Weise seine Deportation, die Lagerhaft, die Sklavenarbeit, den Todesmarsch und den heldenhaften Kriegseinsatz in den Reihen der Roten Armee auf dem Weg nach Berlin, überlebte. Entmenschlicht und doch auferstanden.

Die zweite, Stevens Pilgerreise, minutiös den Spuren des Vaters folgend, stets begleitet von dessen Notizen.

Mehr als nur ein Zeugnis ist diese Doppelreise eine Geschichte von Liebe und Stolz, von ewigen Erinnerungen und unbeantworteten Fragen: Eine Reise mit schockierenden Momenten, die die Zuhörenden und Leser so leicht nicht mehr loslassen werden.

Flyer (PDF)

Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Zwangsarbeit im Raum Herford"
25.03.2019

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Begleitveranstaltung zur Ausstellung Zwangsarbeit im Raum Herford 1939-1945:

„Sowjetische Kriegsgefangene aus dem Stalag 326
in Stukenbrock und ihr Arbeitseinsatz in der Region 1941-1945“

Am Dienstag, 9. April um 19.00 Uhr
Kreishaus Herford, Amtshausstr. 3, 32051 Herford, Raum 300
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Helga Kohne berichtet über den Arbeitseinsatz der russischen Kriegsgefangen in der Region und erzählt die Geschichte von Nikolaj Monaschoko, den sie in Odessa getroffen hat.

Oliver Nickel, Geschäftsführer der Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne in Schloß Holte-Stukenbrock, berichtet über die Pläne und den Stand der Verhandlungen, die Gedenkstätte Stalag 326 zu einem Projekt für ganz OWL zu machen.

Das Stalag 326 in Stukenbrock: Kurz nach dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, nämlich am 7. Juli 1941 kamen die ersten Gefangenen, über 7000 Menschen in Viehwaggons auf dem Bahnhof in Hövelhof an. Zu Fuß ging es dann nach Stukenbrock. Dort angekommen ging es auf ein eingezäuntes Areal von 450.000 qm. Es gab weder Baracken, noch Toiletten. Sie wurden nicht versorgt, aßen Baumrinde, Blätter von den Bäumen und Gras. Sie hausten unter freiem Himmel und in Erdhöhlen. Als erstes mussten sie Unterkünfte für die Wachmänner und Wachtürme bauen. Danach ihre eigenen Baracken. Überlebende berichteten über das Leben, die Folter und das Sterben im Lager.

Russische Kriegsgefangen im Arbeitseinsatz in der Region: Auch die wirtschaftliche Ausbeutung der Gefangenen spielte eine große Rolle. Wer zu Arbeitseinsätzen abkommandiert wurde, musste wenigstens nicht an Hunger sterben. An Beispielen und Geschichten wird ihr Einsatz Z.B. bei der Reichsbahn, der Kleinbahn und der Stadt Herford dokumentiert.

Der Weg von Odessa nach Stukenbrock und zurück: In der Geschichte von Nikolaj Monaschko erfährt man, dass selbst Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren nach Stukenbrock verschleppt wurden. Er überlebte, weil die deutschen Arbeitgeber keine Kinder gebrauchen konnten. Mit weiteren 25 Kindern wurde er nach einer Übergangszeit im Stalag auf einen der Bethelschen Höfe in die Landwirtschaft gegeben. Dort mussten sie zwar arbeiten, erhielten aber täglich etwas zu essen. Nikolaj schilderte seinen Weg von Odessa nach Stukenbrock, berichtete über seinen Aufenthalt im Lager, die Arbeit in der Landwirtschaft und erzählte die Geschichte seiner Rückkehr in die Heimat.

Die Ausstellung „Zwangsarbeit im Raum Herford“ ist noch bis 30. April 2019 im Kreishaus Herford, Amtshausstr. 3, 32051 Herford zu sehen.

Veranstalter:

gefördert durch:


Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 07:30 bis 17:30 Uhr
Freitag: 07:30 bis 13:00 Uhr

Kontakt und Anmeldung für Schulkassen und Gruppen:
Kuratorium
Erinnern, Forschen und Gedenken e.V.
Rathausplatz 1, 32052 Herford
05221/189-257
info@zellentrakt.de

Einladung zur Ausstellungeröffnung "Zwangsarbeit im Raum Herford"
14.02.2019

Herzliche Einladung zur Ausstellungeröffnung "Zwangsarbeit im Raum Herford" am 01.03.2019

Ausstellung vom 1. März – 3. Mai 2019

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung am 1. März um 19:00 Uhr
Kreishaus Herford, Amtshausstr. 3, 32051 Herford

Begrüßung:
Jürgen Müller (Landrat)

Einführung:
Geschichte der Zwangsarbeit im 2. Weltkrieg
Helga Kohne (Kuratorium)
Friedel Böhse (Vors. des Kuratoriums)

Beispiele:
Geschichte der Lohmann-Werke in Sundern,
Efim Gorgol, Landarbeiter bei einem Bauern in Hiddenhausen
und
Herforder Betriebe arbeiten für die Rüstung

Gang durch die Ausstellung

Veranstalter:

gefördert durch:


Verschleppt und vergessen Zwangsarbeit im Raum Herford 1939-1945

'Europa arbeitet in Deutschland' lautete die NS-Propaganda. 10 Millionen Menschen aus 20 Ländern wurden verschleppt, arbeiteten für den Krieg. Ebenso viele schufteten in den besetzten Gebieten, ebenfalls für die Kriegswirtschaft der Deutschen. Alle hungerten, bekamen kaum Lohn, wurden seelisch und körperlich misshandelt. Tausende starben, wurden ermordet.

Herford und die Städte und Gemeinden im Kreis waren keine Ausnahme. In der Ausstellung werden u.a. das Leid von 350 polnischen Zwangsarbeitern in Sundern und die Verbrechen der deutschen Geschäftsführung, die nach dem Krieg zur Rechenschaft gezogen wurden dokumentiert. Sie wurden ausgeliefert, in Polen vor Gericht gestellt und zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Alle Urteile wurden vollzogen.

Geschichten aus Schwarzenmoor und Lippinghausen sollen den Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft dokumentieren, u.a. das Schicksal von Efim Gorgol, der kaum acht Wochen in Deutschland war und schon ermordet wurde.


Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 07:30 bis 17:30 Uhr
Freitag: 07:30 bis 13:00 Uhr

Kontakt und Anmeldung für Schulkassen und Gruppen:
Kuratorium
Erinnern, Forschen und Gedenken e.V.
Rathausplatz 1, 32052 Herford
05221/189-257
info@zellentrakt.de


Begleitveranstaltung:

9. April, 19:00 Uhr, Kreishaus Herford, Raum 300
Helga Kohne: Das Stalag 326 in Stukenbrock und die Geschichte von Nikolaj Monaschko

Kurz nach dem Überfall auf die Sowjetunion kamen die ersten 7000 Gefangenen am 7.Juli 1941 in das Lager in Stukenbrock. Auf dem eingezäunten Areal von 450.000 qm gab es weder Baracken, noch Toiletten. Die Gefangenen wurden nicht versorgt, aßen Baumrinde, Blätter von den Bäumen und Gras. Sie hausten unter freiem Himmel und in Erdhöhlen. Als erstes mussten sie Unterkünfte für die Wachmänner und Wachtürme bauen. Überlebende berichteten über das Leben, die Folter und das Sterben im Lager. Sie waren im Arbeitseinsatz in der Region. An Beispielen und Geschichten wird ihr Einsatz bei der Reichsbahn, der Kleinbahn und der Stadt Herford dokumentiert.

In der Geschichte von Nikolaj Monaschko erfährt man, dass selbst Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren nach Stukenbrock verschleppt wurden. Mit weiteren 25 Kindern wurde er nach einer Übergangszeit im Stalag auf einen der Bethelschen Höfe in die Landwirtschaft gegeben. Dort mussten sie zwar arbeiten, erhielten aber täglich etwas zu essen. Helga Kohne berichtet über seinen Weg von Odessa nach Stukenbrock, das Lager, die Arbeit in der Landwirtschaft und seine Rückkehr in die Heimat.

Einladung "NACHLASS"
22.01.2019

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zum Film und Filmgespräch

Am 4. Februar 2019 um 19:30 Uhr im Capitol Kino, Elisabethstr. 1a
Eintritt frei, wir bitten um eine Spende.

NACHLASS
Deutschland 2017, 108 Min.

Das Schweigen der Väter brechen die Kinder und Enkel.

NACHLASS ist ein Dokumentarfilm von Christoph Hübner und Gabriele Voss.

Fast 70 Jahre nach Kriegsende leben wir an einer Schnittstelle – jedenfalls was die Geschichte der Kriegs- und Nazizeit betrifft. Die Zeitzeugen sterben, doch die Vergangenheit lebt weiter – als Erbschaft zwischen den Generationen und als Geschichte in jedem von uns. Im Zentrum des Films stehen Menschen, die nach dem Krieg geboren sind, oft schon die zweite oder dritte Generation. Sie alle sind mit dem Erbe befasst, vor allem durch die Geschichte in der eigenen Familie.

Das Unvorstellbare für die nachfolgenden Genrationen, lässt sich auf eine einfache Frage komprimieren: Wie kann es sein, dass mein Vater oder mein Großvater wehrlose Menschen ermordet hat?

Sieben Kinder und Enkel von NS-Tätern, Wehrmachtsangehörigen und Holocaust-Überlebenden erzählen in NACHLASS davon, wie Unausgesprochenes, Schuldgefühle und Traumata die Beziehungen zu ihren Vätern und Großvätern geprägt haben und wie befreiend die Auseinandersetzung mit diesem Vermächtnis für sie ist. Das Schweigen der Väter brechen die Kinder und Enkel.

NACHLASS holt die Erinnerung und das Wissen dahin zurück wo sie gebraucht werden – zu uns und unseren Familien.

Die Regisseure Christoph Hübner und Gabriele Voss sind anwesend und im Anschluss an die Vorstellung bereit zum Filmgespräch mit Michael Girke und dem Publikum.

Einladung (PDF)

Stolpersteine für Herford - vorläufiger Abschluss der Aktion
09.05.2011

Gunter Demnig übergibt Bürgermeister Bruno Wollbrink symbolisch die letzten Stolpersteine für Herford – Bürgermeister Bruno Wollbrink: "Gedenken muss in der jungen Generation lebendig erhalten werden"

Herford, 5.5. 2011. Der Initiator des Gedenkprojektes Stolpersteine, Gunter Demnig hat Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink die vorerst letzten 47 Stolpersteine für Herford symbolisch überreicht. Anschließend begann der Kölner Künstler mit der Verlegung der Steine. Dabei setzte er nicht nur Steine für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern auch für Mitglieder anderer Opergruppen. Dazu zählen politisch und religiös Verfolgte, Kriegsdienstverweigerer und "Deserteure" sowie Euthanasieopfer aus Herford.

Damit ist die Verlegung von Stolpersteinen in Herford nach 2 ½ Jahren Dauer vorerst abgeschlossen. Im Dezember 2008 hatte der Stadtrat der Umsetzung des Gedenkprojekts in Herford zugestimmt. Insgesamt 123 Personen wurde durch die Stolpersteine gedacht, die alle privat finanziert wurden.

"Mein erster Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, die in so kurzer Zeit die Umsetzung dieses Projekt ermöglicht haben", erklärte Bürgermeister Bruno Wollbrink. Diese Anerkennung gelte im gleichen Maße dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken, dessen organisatorische Hilfe unverzichtbar gewesen sei. "Mit den Stolpersteinen haben wir nun eine bleibende und unübersehbare materielle Erinnerung in den Bürgersteigen unserer Stadt verankert. Das ist gut so. Es bleibt uns aber weiterhin die Aufgabe, das Gedenken insbesondere in der jungen Generation lebendig zu erhalten."

Zustimmung fand das Stadtoberhaupt bei Wolfgang Spanier, dem Vorsitzenden des Kuratoriums. Das Kuratorium plane daher die Herausgebe eines Gedenkbuches unter dem Titel "Jeder Name eine Geschichte" mit Texten zu allen Stolpersteinen. Dabei sollen die Patinnen und Paten der einzelnen Steine mit einbezogen werden. "Wir freuen uns aber über jeden und jede insbesondere aus der jüngeren Generation, die einen Beitrag zum Gelingen des Werkes beitragen wollen". Zur Koordination des geplanten Buches findet am 10. Juli um 16 Uhr ein erstes Treffen in der Gedenkstätte Zellentrakt statt.

Zugleich dankte Wolfgang Spanier auch der Stadtverwaltung für ihr Engagement. Insbesondere das Bürgermeisterbüro sei als erster Ansprechpartner und koordinierende Hand im Hintergrund eine wichtige Hilfe gewesen. Gemeinsam mit der Stadt sei man auch weiterhin bereit weitere Stolpersteine zu setzen. "Sollten weitere Opfer bekannt werden, für die eine Verbindung nach Herford nachweisbar sind, steht das Kuratorium als Ansprechpartner zur Verfügung."

Fotoimpressionen von der Verlegung und dem Rathausplatz

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Fotos: Ute Pahmeyer


Presseberichte

Abgeschlossene Ausstellungen und Projekte

Informationen und Materialien zu abgeschlossenen Ausstellungen und Projekten finden SIe jeweils unter Archiv, Materialien und Presseberichte.

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