AKTUELLES KURATORIUM

Fotoimpressionen von der Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933
13.05.2019

Fotoimpressionen von der Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933
Am Freitag, 10. Mai 2019 im Elsbach-Haus

Mit Erwin Schulhoff und Else Lasker–Schüler wurden zwei Ausnahmekünstler mit ihren Biographien und Auszügen ihrer Werke in Musik und in Texten vorgestellt.

mit

Helga Kohne
Dirk Strehl
Vera Lang (Flöte), Fritz Luchterhand (Bratsche), Oleg Moznaim (Kontrabass): Erwin Schulhoff, Concertino für Flöte, Bratsche, Kontrabass 1929

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933
10.04.2019

Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in Berlin (Ullstein)

"...Es ist ein Weinen in der Welt…“

Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933

Freitag, 10. Mai 2019, 19:30 Uhr
Elsbach-Haus Goebenstraße 3-7, 32052 Herford

Eintritt frei, um eine Spende für den Erhalt der Elsbach-Bibliothek wird gebeten.

Mit Erwin Schulhoff und Else Lasker–Schüler werden zwei Ausnahmekünstler mit ihren Biographien und Auszügen ihrer Werke in Musik und in Texten vorgestellt.

Helga Kohne:
Einführung: „Hass schachtelt ein“

Helga Kohne:
Erwin Schulhoffs Biographie

Dirk Strehl:
Else Lasker Schüler, Biographie und Text
„Denk dir ein Wunder aus“

Vera Lang (Flöte), Fritz Luchterhand (Bratsche), Oleg Moznaim (Kontrabass): Erwin Schulhoff, Concertino für Flöte, Bratsche, Kontrabass 1929

Wir erinnern und gedenken aller verfolgten, verbotenen, vertriebenen und ermordeten Künstler, Schriftsteller, Musiker, Maler, Bildhauer...

Flyer (PDF)

Fotoimpressionen von "Zwei Reisende nach Breslau"
15.05.2019

Fotoimpressionen von "Zwei Reisende nach Breslau"

Eine Lesung von Steven Weinberg zusammen mit Hermann Bumb am 10. April 2019 Uhr im Elsbach-Haus Herford

Begrüßung Christoph Laue

Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Zwei Reisende nach Breslau
28.03.2019



Buchillustration

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu:

"Zwei Reisende nach Breslau"
Eine Lesung von Steven Weinberg

10. April 2019 19:30 Uhr im Elsbach-Haus, Goebenstr. 3-7, 32052 Herford

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten


Steven Weinberg, geboren 1946 in den Niederlanden, ist der Enkel von Richard Weinberg, geboren in Herford.

Sechs Mitglieder seiner Familie wurden in den Todeslagern der Nazis ermordet. Erst nach dem Tod seiner Eltern fühlte der Fünfzigjährige (Biologielehrer an der Europa-Schule in Luxemburg und Meeresbiologe), das Bedürfnis, diese verdrängte und dramatische Vergangenheit seiner Familiengeschichte aufzuarbeiten.

Auf drei Reisen in Polen verfolgte er 1997, 2001 mit seinen zwei Söhnen und 2004 mit seiner Frau die sein Vater zu Kriegszeiten zurückgelegt hatte.

Sein Vater Edgar wurde am 16. Februar 1944 bei einer Razzia in den Niederlanden verhaftet und über das Lager Westerbork und Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. Es gelang ihm, die Hölle zu überleben.

Sechzig Jahre später versucht der Sohn, die dantesken Bilder seines Vaters auf die friedliche und verschneite Landschaft Polens zu projizieren.

„Zwei Reisende nach Breslau“, zwei Beschreibungen des gleichen Weges, mit einem Zeitintervall von einem halben Jahrhundert. Die erste Reise des Vaters, der auf wundersame Weise seine Deportation, die Lagerhaft, die Sklavenarbeit, den Todesmarsch und den heldenhaften Kriegseinsatz in den Reihen der Roten Armee auf dem Weg nach Berlin, überlebte. Entmenschlicht und doch auferstanden.

Die zweite, Stevens Pilgerreise, minutiös den Spuren des Vaters folgend, stets begleitet von dessen Notizen.

Mehr als nur ein Zeugnis ist diese Doppelreise eine Geschichte von Liebe und Stolz, von ewigen Erinnerungen und unbeantworteten Fragen: Eine Reise mit schockierenden Momenten, die die Zuhörenden und Leser so leicht nicht mehr loslassen werden.

Flyer (PDF)

Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Zwangsarbeit im Raum Herford"
25.03.2019

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Begleitveranstaltung zur Ausstellung Zwangsarbeit im Raum Herford 1939-1945:

„Sowjetische Kriegsgefangene aus dem Stalag 326
in Stukenbrock und ihr Arbeitseinsatz in der Region 1941-1945“

Am Dienstag, 9. April um 19.00 Uhr
Kreishaus Herford, Amtshausstr. 3, 32051 Herford, Raum 300
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Helga Kohne berichtet über den Arbeitseinsatz der russischen Kriegsgefangen in der Region und erzählt die Geschichte von Nikolaj Monaschoko, den sie in Odessa getroffen hat.

Oliver Nickel, Geschäftsführer der Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne in Schloß Holte-Stukenbrock, berichtet über die Pläne und den Stand der Verhandlungen, die Gedenkstätte Stalag 326 zu einem Projekt für ganz OWL zu machen.

Das Stalag 326 in Stukenbrock: Kurz nach dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, nämlich am 7. Juli 1941 kamen die ersten Gefangenen, über 7000 Menschen in Viehwaggons auf dem Bahnhof in Hövelhof an. Zu Fuß ging es dann nach Stukenbrock. Dort angekommen ging es auf ein eingezäuntes Areal von 450.000 qm. Es gab weder Baracken, noch Toiletten. Sie wurden nicht versorgt, aßen Baumrinde, Blätter von den Bäumen und Gras. Sie hausten unter freiem Himmel und in Erdhöhlen. Als erstes mussten sie Unterkünfte für die Wachmänner und Wachtürme bauen. Danach ihre eigenen Baracken. Überlebende berichteten über das Leben, die Folter und das Sterben im Lager.

Russische Kriegsgefangen im Arbeitseinsatz in der Region: Auch die wirtschaftliche Ausbeutung der Gefangenen spielte eine große Rolle. Wer zu Arbeitseinsätzen abkommandiert wurde, musste wenigstens nicht an Hunger sterben. An Beispielen und Geschichten wird ihr Einsatz Z.B. bei der Reichsbahn, der Kleinbahn und der Stadt Herford dokumentiert.

Der Weg von Odessa nach Stukenbrock und zurück: In der Geschichte von Nikolaj Monaschko erfährt man, dass selbst Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren nach Stukenbrock verschleppt wurden. Er überlebte, weil die deutschen Arbeitgeber keine Kinder gebrauchen konnten. Mit weiteren 25 Kindern wurde er nach einer Übergangszeit im Stalag auf einen der Bethelschen Höfe in die Landwirtschaft gegeben. Dort mussten sie zwar arbeiten, erhielten aber täglich etwas zu essen. Nikolaj schilderte seinen Weg von Odessa nach Stukenbrock, berichtete über seinen Aufenthalt im Lager, die Arbeit in der Landwirtschaft und erzählte die Geschichte seiner Rückkehr in die Heimat.

Die Ausstellung „Zwangsarbeit im Raum Herford“ ist noch bis 30. April 2019 im Kreishaus Herford, Amtshausstr. 3, 32051 Herford zu sehen.

Veranstalter:

gefördert durch:


Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 07:30 bis 17:30 Uhr
Freitag: 07:30 bis 13:00 Uhr

Kontakt und Anmeldung für Schulkassen und Gruppen:
Kuratorium
Erinnern, Forschen und Gedenken e.V.
Rathausplatz 1, 32052 Herford
05221/189-257
info@zellentrakt.de

Einladung zur Ausstellungeröffnung "Zwangsarbeit im Raum Herford"
14.02.2019

Herzliche Einladung zur Ausstellungeröffnung "Zwangsarbeit im Raum Herford" am 01.03.2019

Ausstellung vom 1. März – 3. Mai 2019

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung am 1. März um 19:00 Uhr
Kreishaus Herford, Amtshausstr. 3, 32051 Herford

Begrüßung:
Jürgen Müller (Landrat)

Einführung:
Geschichte der Zwangsarbeit im 2. Weltkrieg
Helga Kohne (Kuratorium)
Friedel Böhse (Vors. des Kuratoriums)

Beispiele:
Geschichte der Lohmann-Werke in Sundern,
Efim Gorgol, Landarbeiter bei einem Bauern in Hiddenhausen
und
Herforder Betriebe arbeiten für die Rüstung

Gang durch die Ausstellung

Veranstalter:

gefördert durch:


Verschleppt und vergessen Zwangsarbeit im Raum Herford 1939-1945

'Europa arbeitet in Deutschland' lautete die NS-Propaganda. 10 Millionen Menschen aus 20 Ländern wurden verschleppt, arbeiteten für den Krieg. Ebenso viele schufteten in den besetzten Gebieten, ebenfalls für die Kriegswirtschaft der Deutschen. Alle hungerten, bekamen kaum Lohn, wurden seelisch und körperlich misshandelt. Tausende starben, wurden ermordet.

Herford und die Städte und Gemeinden im Kreis waren keine Ausnahme. In der Ausstellung werden u.a. das Leid von 350 polnischen Zwangsarbeitern in Sundern und die Verbrechen der deutschen Geschäftsführung, die nach dem Krieg zur Rechenschaft gezogen wurden dokumentiert. Sie wurden ausgeliefert, in Polen vor Gericht gestellt und zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Alle Urteile wurden vollzogen.

Geschichten aus Schwarzenmoor und Lippinghausen sollen den Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft dokumentieren, u.a. das Schicksal von Efim Gorgol, der kaum acht Wochen in Deutschland war und schon ermordet wurde.


Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 07:30 bis 17:30 Uhr
Freitag: 07:30 bis 13:00 Uhr

Kontakt und Anmeldung für Schulkassen und Gruppen:
Kuratorium
Erinnern, Forschen und Gedenken e.V.
Rathausplatz 1, 32052 Herford
05221/189-257
info@zellentrakt.de


Begleitveranstaltung:

9. April, 19:00 Uhr, Kreishaus Herford, Raum 300
Helga Kohne: Das Stalag 326 in Stukenbrock und die Geschichte von Nikolaj Monaschko

Kurz nach dem Überfall auf die Sowjetunion kamen die ersten 7000 Gefangenen am 7.Juli 1941 in das Lager in Stukenbrock. Auf dem eingezäunten Areal von 450.000 qm gab es weder Baracken, noch Toiletten. Die Gefangenen wurden nicht versorgt, aßen Baumrinde, Blätter von den Bäumen und Gras. Sie hausten unter freiem Himmel und in Erdhöhlen. Als erstes mussten sie Unterkünfte für die Wachmänner und Wachtürme bauen. Überlebende berichteten über das Leben, die Folter und das Sterben im Lager. Sie waren im Arbeitseinsatz in der Region. An Beispielen und Geschichten wird ihr Einsatz bei der Reichsbahn, der Kleinbahn und der Stadt Herford dokumentiert.

In der Geschichte von Nikolaj Monaschko erfährt man, dass selbst Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren nach Stukenbrock verschleppt wurden. Mit weiteren 25 Kindern wurde er nach einer Übergangszeit im Stalag auf einen der Bethelschen Höfe in die Landwirtschaft gegeben. Dort mussten sie zwar arbeiten, erhielten aber täglich etwas zu essen. Helga Kohne berichtet über seinen Weg von Odessa nach Stukenbrock, das Lager, die Arbeit in der Landwirtschaft und seine Rückkehr in die Heimat.

Einladung "NACHLASS"
22.01.2019

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zum Film und Filmgespräch

Am 4. Februar 2019 um 19:30 Uhr im Capitol Kino, Elisabethstr. 1a
Eintritt frei, wir bitten um eine Spende.

NACHLASS
Deutschland 2017, 108 Min.

Das Schweigen der Väter brechen die Kinder und Enkel.

NACHLASS ist ein Dokumentarfilm von Christoph Hübner und Gabriele Voss.

Fast 70 Jahre nach Kriegsende leben wir an einer Schnittstelle – jedenfalls was die Geschichte der Kriegs- und Nazizeit betrifft. Die Zeitzeugen sterben, doch die Vergangenheit lebt weiter – als Erbschaft zwischen den Generationen und als Geschichte in jedem von uns. Im Zentrum des Films stehen Menschen, die nach dem Krieg geboren sind, oft schon die zweite oder dritte Generation. Sie alle sind mit dem Erbe befasst, vor allem durch die Geschichte in der eigenen Familie.

Das Unvorstellbare für die nachfolgenden Genrationen, lässt sich auf eine einfache Frage komprimieren: Wie kann es sein, dass mein Vater oder mein Großvater wehrlose Menschen ermordet hat?

Sieben Kinder und Enkel von NS-Tätern, Wehrmachtsangehörigen und Holocaust-Überlebenden erzählen in NACHLASS davon, wie Unausgesprochenes, Schuldgefühle und Traumata die Beziehungen zu ihren Vätern und Großvätern geprägt haben und wie befreiend die Auseinandersetzung mit diesem Vermächtnis für sie ist. Das Schweigen der Väter brechen die Kinder und Enkel.

NACHLASS holt die Erinnerung und das Wissen dahin zurück wo sie gebraucht werden – zu uns und unseren Familien.

Die Regisseure Christoph Hübner und Gabriele Voss sind anwesend und im Anschluss an die Vorstellung bereit zum Filmgespräch mit Michael Girke und dem Publikum.

Einladung (PDF)

„Und was geht mich das heute noch an?“
15.11.2018

„Und was geht mich das heute noch an?“
Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht 1938

Freitag, 9. November 2018, 19 Uhr
Synagoge Herford, Komturstraße 21, 32052 Herford

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht vom 9./10. Nov. 1938.

Gedenkworte:
Tim Kähler (Bürgermeister)
Friedel Böhse (Vors. des Kuratoriums)

Performance:
Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Friedenstal (LK Geschichte, Jahrgangsstufe 12): Kristina Ackermann, Mohamer Ajeti, Nicole Becker, Saro Durgun, Markus Erdmann, Zainab Farooq, Muslim Hatuev, Yusuf Köse, Bilal Koruyan, Tim Langguth, Soswin Mohammad, Marius Mönter, Snezana Radu, Özlem Özdemir, Seval Polat, Anna Roschka, Diana Safoian, Marc Symietz, Derya Yumusak, Remgin Yumusak

Betreut von Renée Claudine Bredt (Kuratorium) und Markus Kucza (GEF)

Ein Projekt im Rahmen der Bildungspartnerschaft Gedenkstätte Zellentrakt und Gesamtschule Friedenstal Herford

Flyer (PDF)
Presseartikel


Fotoimpressionen

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

„Oswald Marschall - ein Sinto berichtet aus seinem Leben“
04.10.2018

Bei der Eröffnung der Austellung “Rassendiagnose: Zigeuner” im Herforder Ratssaal (Foto: Ute Pahmeyer)

„Oswald Marschall - ein Sinto berichtet aus seinem Leben“

Gesprächsabend zur Ausstellung
„Rassendiagnose: Zigeuner“

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19 Uhr
Rathaus Herford, Großer Sitzungssaal, Rathausplatz 1. 32052 Herford

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zum Gesprächsabend:

Der deutsche Sinto Oswald Marschall wurde 1954 in Minden/Westfalen geboren. Ab 1963 war er im deutschen Amateurboxsport aktiv und 1971 zum ersten Mal deutscher Nationalstaffelboxer. 1974 nahm er im deutschen Nationalteam an der Europameisterschaft in Kiew teil. 1978 beendete er seine Box-Karriere, in der er von 148 Kämpfen nur 11 verloren hat.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn gründete Oswald Marschall den Boxclub Minden e.V. in seiner Heimatstadt, um durch Sportangebote, Ausstellungen, Bildungsangebote und Hausaufgabenhilfe dazu beizutragen, das Selbstbewusstsein junger Sinti und Roma zu stärken und die Mehrheitsgesellschaft für die Anliegen von Sinti und Roma zu sensibilisieren.

Oswald Marschall ist 1.Vorsitzender des 2010 gegründeten Vereins Deutscher Sinti e.V. Minden und des 2016 eröffneten Bildungszentrums Mer Ketne / Wir zusammen!

Das vom Boxclub Minden e.V. und dem Verein Deutscher Sinti e.V. Minden gemeinsam entwickelte Projekt „Echt Clever – Gewaltprävention durch Sport und Bildung“ wurde 2011 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet.

Oswald Marschall ist Referatsleiter im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, stellvertretender Vorsitzender des Dokumentations-und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg sowie Projektleiter von dessen Berliner Repräsentanz.

(vgl. https://blog.romarchive.eu/?page_id=7683)

Flyer (PDF)

Fotoimpressionen von der Übergabe der Dokumentation...
11.10.2018

Fotoimpressionen von der Übergabe der Dokumentation und Edition des jüdischen Friedhofs durch das Salomon Steinheim-Institut mit einem Gastvortrag von Frau Nathanja Hüttenmeister am 10. Oktober 2018 in der Herforder Synagoge, mit Klaviermusik israelischer Komponisten - gespielt von Prof. Matitjahu Kellig (Vorsitzender Jüdische Gemeinde Herford-Detmold).

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

262 Inschriften aus den Jahren 1679 bis 2013
19.09.2018

262 Inschriften aus dem Jahren 1679 bis 2013

Die epigrafische Erfassung des Herforder jüdischen Friedhofs ist abgeschlossen

Wir laden herzlich ein:

Am 10. Oktober 2018 um 19 Uhr findet öffentlich die Übergabe der Dokumentation und Edition des jüdischen Friedhofs durch das Salomon Steinheim-Institut mit einem Gastvortrag von Frau Nathanja Hüttenmeister in der Herforder Synagoge, Komturstr. 21, 32052 statt. Die Veranstaltung wird umrahmt mit Klaviermusik israelischer Komponisten - gespielt von Prof. Matitjahu Kellig (Vorsitzender Jüdische Gemeinde Herford-Detmold).

Ein lang gehegter Wunsch die jüdischen Gemeinde Herford-Detmold und des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. ist nun erfüllt. Nach zweijähriger Vorarbeit hat das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen die epigrafische Erfassung des Herforder jüdischen Friedhofs angeschlossen. Sämtliche Grabsteine und ihre Inschriften sind dokumentiert und ab sofort über die Datenbank zugänglich: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=her&lang=de

Den Auftrag zur Erfassung erteilte die jüdischen Gemeinde Herford-Detmold im Jahr 2016 noch unter seinem damaligen Vorsitzenden Harry Rothe, sein Nachfolger Prof. Matitjahu Kellig führte das Projekt weiter. Das Herforder Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V. förderte das Projekt und wurde dabei durch eine größere Spende durch die Sparkasse Herford unterstützt. Der Herforder Fotograf Jürgen Escher fotografierte alle Grabsteine neu. Neben seinen Bildern wurden Fotos von Bernhard Brilling von 1965 aus dem Kommunalarchiv Herford und den beiden Bearbeiterinnen des Instituts, Nathanja Hüttenmeister und Anna Martin, für die Darstellung genutzt.

Die jüdischen Friedhöfe sind oft das letzte sichtbare Zeugnis einst blühenden jüdischen Lebens. Der Herforder jüdische Friedhof ist der älteste in Westfalen mit Gräbern aus dem 17. Jahrhundert bis heute. Die Erforschung jüdischer Friedhöfe bietet für jeden Interessierten und insbesondere für Lehrer und Schüler Unterstützung bei der Spurensuche nach dem Jüdischen Leben vor Ort, nach biografischen und familiären Zusammenhängen und zur der Entwicklung der Grabsteine in ihrer Gestaltung und Schrift.

Die epigrafische Datenbank des Salomon-Steinheim-Institutes, die auch mit den Homepages der Jüdischen Gemeinde Herford und des Kuratoriums verknüpft werden wird, bietet diese Möglichkeiten der Nachforschung. Die Homepage stellt die Gräber mit den Inschriften dar, übersetzt die Hebräische Schrift und erklärt sie. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, chronologisch und auch nach Orten und Namen zu suchen.

Bisher gibt es 160 Jüdische Friedhöfe, die bereits vom Salomon-Steinheim-Institut erfasst wurden. Grundsätzlich sollen im Laufe der Zeit alle jüdischen Friedhöfe erfasst werden. Die Erforschung jüdischer Friedhöfe ist ein Schwerpunkt des Steinheim-Instituts. Dessen Online-Dokumentation und Datenbank epidat enthält bereits über 32.000 Datensätze zahlreicher Friedhöfe: hebräische Inschriften, deutsche Übersetzungen, zahlreiche Fotos sowie Werkzeuge zur wissenschaftlichen Arbeit mit dem Material. Ebenfalls online sind die für Lehrer und Schüler geeigneten Einführung ins Thema, die Spurensuche - Jüdische Friedhöfe in Deutschland sowie ein Text zum Großprojekt Hamburg-Altona. Hinweise auf gedruckte Publikationen finden sich auf der Homepage des Instituts unter Forschungsprojekte, Publikationen und auf den Seiten der Mitarbeiter der epigrafischen Forschung.

Pressemitteilung (PDF)

Fotoimpressionen Lesung: „Jenny und Ruth. Zwei jüdische Autorinnen aus OWL“
28.09.2018

Fotoimpressionen von der Lesung: „Jenny und Ruth. Zwei jüdische Autorinnen aus OWL“
Am 23. September 2018 in der Synagoge Herford,

Einführung: Ella Kraft (Gleichstellungstelle Kreis Herford) und Karola Althoff-Schröder (Gleichstellungstelle Stadt Herford)
Sprecherin: Oona Kastner
Klarinettist: Lothar Henkenjohann

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Presseartikel

„Jenny und Ruth. Zwei jüdische Autorinnen aus OWL“
19.09.2018

Jenny Aloni (Uni Paderborn)

Ruth Michaelis-Jena 1990er Jahre in England

Zusammen mit der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold und den Gleichstellungsstellen von Kreis und Stadt Herford laden wir herzlich ein zu:

„Jenny und Ruth. Zwei jüdische Autorinnen aus OWL“

Am 23. September 2018 um 16 Uhr in der Synagoge Herford, Komturstr. 21, 32052 Herford

Mit der Lesereihe „Jenny und Ruth. Zwei jüdische Autorinnen aus OWL“ über die aus Paderborn stammende und nach Israel ausgewanderte Jenny Aloni und die aus Detmold stammende und nach Schottland emigrierte Ruth Michaelis-Jena möchte der Literaturzirkel OWL e. V. auf das Leben und Werk dieser Autorinnen aufmerksam machen. Damit wird nicht nur ein dunkles Kapitel der Heimatgeschichte aufgeschlagen, sondern auch deren literarische Verarbeitung vorgestellt. Selbstverständlich werden auch die thematisch darüber hinausgehenden Texte der Autorinnen präsentiert. Im Weiteren möchte der Literaturzirkel OWL exemplarisch am Beispiel von Jenny Aloni und Ruth Michaelis-Jena auf jene Schwierigkeiten hinweisen, mit denen Literatinnen und Literaten in der neuen Heimat bzw. im Exil zu kämpfen hatten.

Die einzelne Veranstaltung setzt sich aus Kurzbiographien, Lyrik und Prosatexten der Autorinnen zusammen, die von Oona Kastner, einer professionellen Sprecherin, vorgetragen werden. Der Klarinettist Lothar Henkenjohann begleitet sie musikalisch mit Klezmer-Musik.

Eintritt frei, Spenden sind erwünscht. Die Veranstaltung ist auch Teil der Interkulturellen Woche(n).

Literaturzirkel OWL e.V.
Lessingstr. 26
33604 Bielefeld
Tel. 0521.170835 - Gabriele Fröhler 0521.130536 - Claudia El-Sauaf-Harmuth 0157.31 32 77 80
www.literaturzirkel-owl-ev.de

Flyer Lesungen (PDF)
Flyer Interkulturelle Woche (PDF)

Fotoimpressionen Gedenkfeier und Kranzniederlegung
19.09.2018

Fotoimpressionen der Gedenkfeier und Kranzniederlegung zum 74. Jahrestag
der Hinrichtung von Heiko Ploeger am 15. September 2018

Einladung (PDF)

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Presseartikel

Fotoimpressionen Mahn- und Gedenkveranstaltung
19.09.2018

Fotoimpressionen zur Mahn- und Gedenkveranstaltung
für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit

Am Dienstag, den 4. September 2018, um 17:30 Uhr am Mahnmal für die Opfer des Faschismus

Begrüßung:
Dr. med. Wolf Müller (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken)

Gedenkworte (auch im Namen der Stadt):
Jürgen Müller (Landrat des Kreises Herford)

Kurzvorträge:
Jutta Brandtmann - Lina M., zwangssterilisiert

Helga Kohne - Die Verantwortlichen für die Herforder Zwangssterilisierungen (Ärzte, Kirche und Privatleute: Dr.med. Heinrich Siebert und Dr.med. Hermann Angenete, Evangelisch-kirchliches Jugend- und Wohlfahrtsamt für den Stadt- und Landkreis Herford, die "Herrschaft" von Lina M., Frau Gothe)

Dr. med. Wolf Müller - Nürnberger Erklärung des Deutschen Ärztetages 2012.

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Presseartikel

Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und ...
20.08.2018

Wir laden ein zur:
Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit

Am Dienstag, den 4. September 2018, um 17:30 Uhr am Mahnmal für die Opfer des Faschismus
(am Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall, Herford)

Begrüßung:
Dr. med. Wolf Müller (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken)

Gedenkworte (auch im Namen der Stadt):
Jürgen Müller (Landrat des Kreises Herford)

Kurzvorträge:
Jutta Brandtmann - Lina M., zwangssterilisiert

Helga Kohne - Die Verantwortlichen für die Herforder Zwangssterilisierungen (Ärzte, Kirche und Privatleute: Dr.med. Heinrich Siebert und Dr.med. Hermann Angenete, Evangelisch-kirchliches Jugend- und Wohlfahrtsamt für den Stadt- und Landkreis Herford, die "Herrschaft" von Lina M., Frau Gothe)

Dr. med. Wolf Müller - Nürnberger Erklärung des Deutschen Ärztetages 2012.

Niederlegung von Blumen und Kränzen am Mahnmal.

Einladung (PDF)

Erinnerung an die Bücherverbrennung
16.05.2018

Erinnerung an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933

am Dienstag, den 15. Mai 2018 um 20:00 Uhr
Elsbach-Haus Goebenstraße 3-7, 32052 Herford

Eintritt frei, um eine Spende für den Erhalt der Elsbach-Bibliothek wird gebeten.

Begrüßung: Friedel Böhse (Vorsitzender des Kuratoriums)

Helga Kohne und Dirk Strehl
geben einen Einblick in Leben, Denken, Handeln und das literarisches Werk Wegners.

Azize Karakuzu
sorgt mit ihrem Kanun für orientalische Klänge

Armin T. Wegner (1886-1978) war ein pazifistischer Schriftsteller, Autor von Reiseberichten, Novellen, Erzählungen und einer Lyrik, die bis heute berührt. Seine Sprache wird als hellsichtig, poetisch, sinnlich, mystisch und reell bezeichnet. Wie so viele meist jüdische Autoren wurde er Opfer der 'Säuberungsaktionen'. Am 10. Mai 1933 brannten auch seine Bücher.

Er aber widersetzte sich, schrieb im April 1933 einen Brief an Hitler und warnte ihn wegen der beginnenden Judenverfolgung und den Folgen daraus für das Deutsche Reich. Er wurde verhaftet und kam in mehrere KZs, bis ihm die Flucht nach Italien gelang, wo er sich in einem Dorf verstecken konnte.

Wegners pazifistische, politische und moralische Haltung rührte aus seiner tiefen Empörung im 1. Weltkrieg. Als Sanitäter in der Türkei wurde er Augenzeuge des Genozids an den Armeniern. Die Fotos und Berichte von Armin T. Wegner gehören bis heute zu den wichtigsten Dokumenten des Verbrechens. Von 1915 -1918 wurden im damaligen Osmanischen Reich 1,5 Millionen Christen, überwiegend Armenier, ermordet.

Flyer (PDF)


Fotoimpressionen von der Veranstaltung:

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Nachruf Wolfgang Spanier
23.04.2018

Wir trauern um unseren Freund, Weggefährten und Mitstreiter

Wolfgang Spanier
30.1.1943 – 18.4.2018

Wir erlebten Wolfgang als einen sozial denkenden und handelnden Menschen mit Herz und Verstand, aufrecht, klarblickend, engagiert und beharrlich. Er war ein aufrechter Demokrat und Antifaschist, ein Kämpfer für Frieden, Freiheit und Menschenrechte.

In seiner offenen, humorvollen, warmherzigen, aber auch konsequenten Art, vermochte er viele Menschen für ein Eintreten gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu gewinnen.

Seinem Engagement als Mitglied und Vorsitzenden des Kuratoriums verdanken wir wertvolle Ideen und Anregungen. Eine tückische Krankheit hat ihn aus dieser Arbeit gerissen.

Was uns bleibt, ist ihm zu danken, dass wir ein Stück seines Lebensweges mit ihm gehen konnten, um jetzt Abschied zu nehmen. Er wird uns fehlen.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinem engsten Freundeskreis.

Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.
Friedel Böhse, Vorsitzender
Christoph Laue, Leiter der Gedenkstätte Zellentrakt


Foto: Ute Pahmeyer, 2014

Fotoimpressionen Begleitveranstaltung zu „Zwangsarbeit im Raum Herford“
11.04.2018

Fotoimpressionen von der Begleitveranstaltung zu „Zwangsarbeit im Raum Herford“:
Sowjetische Kriegsgefangene aus dem Stalag 326 in Stukenbrock und ihr Arbeitseinsatz in der Region -1941-1945

Am Dienstag, 10. April 2018 in der Galerie im Rathaus Hiddenhausen

Helga Kohne berichtete und erzählte die Geschichte Nikolaj Monaschkos, den sie in Odessa getroffen hat

Das Stalag 326 in Stukenbrock
Kurz nach dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, nämlich am 7.Juli 1941 kamen die ersten Gefangenen, über 7.000 Menschen in Viehwaggons auf dem Bahnhof in Hövelhof an. Zu Fuß ging es dann nach Stukenbrock. Dort angekommen ging es auf ein eingezäuntes Areal von 450.000 qm. Es gab weder Baracken, noch Toiletten. Sie wurden nicht versorgt, aßen Baumrinde, Blätter von den Bäumen und Gras. Sie hausten unter freiem Himmel und in Erdhöhlen. Als erstes mussten Sie Unterkünfte für die Wachmänner und Wachtürme bauen. Danach ihre eigenen Baracken. Überlebende berichteten über das Leben, die Folter und das Sterben im Lager.

Russische Kriegsgefangen im Arbeitseinsatz in der Region
Auch die wirtschaftliche Ausbeutung der Gefangenen spielte eine große Rolle. Wer zu Arbeitseinsätzen abkommandiert wurde, musste wenigstens nicht an Hunger sterben. An Beispielen und Geschichten wird ihr Einsatz Z.B. bei der Reichsbahn, der Kleinbahn und der Stadt Herford dokumentiert.

Der Weg von Odessa nach Stukenbrock und zurück
In der Geschichte von Nikolaj Monaschko erfährt man, dass selbst Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren nach Stukenbrock verschleppt wurden. Er überlebte, weil die deutschen Arbeitgeber keine Kinder gebrauchen konnten. Mit weiteren 25 Kindern wurde er nach einer Übergangszeit im Stalag auf einen der Bethelschen Höfe in die Landwirtschaft gegeben. Dort mussten sie zwar arbeiten, erhielten aber täglich etwas zu essen. Nikolaj schilderte seinen Weg von Odessa nach Stukenbrock, berichtete über seinen Aufenthalt im Lager, die Arbeit in der Landwirtschaft und erzählte die Geschichte seiner Rückkehr in die Heimat.

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Fotoimpressionen Ausstellung „Zwangsarbeit im Raum Herford“
28.02.2018

Fotoimpressionen von der Eröffnung der Ausstellung „Zwangsarbeit im Raum Herford“
Am 27. Februar 2018 in der Galerie im Rathaus, Rathausstr. 1, 32120 Hiddenhausen.

Grußwort: Ulrich Rolfsmeyer (Bürgermeister Hiddenhausen)
Einführung: Friedel Böhse und Helga Kohne (Kuratorium)

Die Ausstellung ist bis zum 13. April 2018 zu ff. Öffnungszeiten zu sehen:
Mo. 8-16 Uhr, Di. u. Do. 8-18 Uhr Mi. u. Fr. 8-13 Uhr

Kontakt und Anmeldung für Schulkassen und Gruppen:
Kuratorium Erinnern, Forschen und Gedenken e.V.
Rathausplatz 1
32052 Herford
05221/189-257
info@zellentrakt.de

Begleitveranstaltung:
Am 10. April, um 19:00 Uhr, hält Helga Kohne einen Vortrag über die russischen Kriegsgefangenen aus dem Stalag 326 in Stukenbrock: ihr Arbeitseinsatz in der Region und die Geschichte eines Jugendlichen aus Odessa.

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Fotos: C. Laue

Presseartikel

Ausstellung „Zwangsarbeit im Raum Herford“
06.02.2018

In Kooperation mit der Gemeinde Hiddenhausen zeigen wir die
Ausstellung „Zwangsarbeit im Raum Herford“

vom 27. Februar – 13. April 2018
in der Galerie im Rathaus, Rathausstr. 1, 32120 Hiddenhausen

Öffnungszeiten:
Mo. 8-16 Uhr, Di. u. Do. 8-18 Uhr Mi. u. Fr. 8-13 Uhr

Kontakt und Anmeldung für Schulkassen und Gruppen:
Kuratorium Erinnern, Forschen und Gedenken e.V.
Rathausplatz 1
32052 Herford
05221/189-257
info@zellentrakt.de

Begleitveranstaltung:
Am 10. April, um 19:00 Uhr, hält Helga Kohne einen Vortrag über die russischen Kriegsgefangenen aus dem Stalag 326 in Stukenbrock: ihr Arbeitseinsatz in der Region und die Geschichte eines Jugendlichen aus Odessa.

Flyer (PDF)

Fotoimpressionen "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"
29.01.2018

Fotoimpressionen der Veranstaltung zum

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2018
im Versammlungsraum der Synagoge Herford

Renée Claudine Bredt, Kuratorium (Begrüßung)
Matitjahu Kellig, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold (Gedenkworte und Musik)
Tim Kähler, Bürgermeister der Stadt Herford (Gedenkworte)
Michael Girke, Kuratorium (Einführung in den Film)

Die Kinder von Himmlerstadt - Ein Film von Elke Jonigkeit und Hartmut Kaminski

Der Film ist (teilweise) zu sehen unter https://www.youtube.com/watch?v=FTUWxqFTV1I und wird (kostenpflichtig) zum Download unter https://cpmediaload.com/download/1906.html bereitgestellt.

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Fotos: Ute Pahmeyer

Presseartikel

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
24.01.2018

Kinder in Zamość (Stadtarchiv Zamość)

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zum
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Kinder von Himmlerstadt
Ein Film von Elke Jonigkeit und Hartmut Kaminski

Friedel Böhse, Vorsitzender des Kuratoriums (Begrüßung)
Tim Kähler, Bürgermeister der Stadt Herford (Gedenkworte)
Matitjahu Kellig, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold (Musik)
Michael Girke, Kuratorium (Einführung)

Samstag, 27. Januar 2018 19:00 Uhr
Synagoge Herford, Komturstr. 21, 32052 Herford

Am 27. November 2017 jährte sich zum 75. Mal der Beginn der „Aktion Zamość“. Mit ihr versuchte die deutsche Besatzung ab Ende 1942 in und um Zamość die polnische Bevölkerung zu vertreiben. Das Gebiet sollte mit Deutschen besiedelt, Zamość in „Himmlerstadt“ umbenannt werden. Vierzig Jahre danach, 1983, drehten die Filmemacher Elke Jonigkeit und Hartmut Kaminski einen Film über das Martyrium polnischer Kinder während der nationalsozialistischen Herrschaft. Der Film ist trotz seines Alters immer noch ein beeindruckendes Beispiel für das menschenfeindliche Handeln der Besatzer und das Leiden der Betroffenen.

„Ein Film, der das Elendslos von Säuglingen, Kleinkindern, Heranwachsenden zeigt, die verfolgt und ermordet wurden, weil sie einen Makel hatten: Sie waren Polen und keine Deutschen, waren in Zamość, einem Städtchen südöstlich von Lublin, geboren und gehörten damit nicht zum Kreis jener vermeintlich höher geborenen, die im Winter 1942/43 daran gingen, die alte Handels- und Residenzstadt, mit ihrem anmutigen Marktplatz aus dem 16. Jahrhundert, unter der Firmierung "Himmlerstadt" vom Reich aus zu besiedeln. Auf alten Photos hielten die Herren aus Deutschland Hof, Himmler posierte vor Barockfassaden und nahm Treppen in Besitz - harter Schnitt, und dann die Gegenbilder: Ausgemergelte Kinder, Stacheldrähte, ein Chor von Männern und Frauen, die überlebt hatten und die Namen ihres Passionsweges nannten, Zamość und Majdanek allen anderen voraus.“ (DIE ZEIT, 22.7.1983)

Flyer (PDF)

Stolpersteine für Herford - vorläufiger Abschluss der Aktion
09.05.2011

Gunter Demnig übergibt Bürgermeister Bruno Wollbrink symbolisch die letzten Stolpersteine für Herford – Bürgermeister Bruno Wollbrink: "Gedenken muss in der jungen Generation lebendig erhalten werden"

Herford, 5.5. 2011. Der Initiator des Gedenkprojektes Stolpersteine, Gunter Demnig hat Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink die vorerst letzten 47 Stolpersteine für Herford symbolisch überreicht. Anschließend begann der Kölner Künstler mit der Verlegung der Steine. Dabei setzte er nicht nur Steine für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern auch für Mitglieder anderer Opergruppen. Dazu zählen politisch und religiös Verfolgte, Kriegsdienstverweigerer und "Deserteure" sowie Euthanasieopfer aus Herford.

Damit ist die Verlegung von Stolpersteinen in Herford nach 2 ½ Jahren Dauer vorerst abgeschlossen. Im Dezember 2008 hatte der Stadtrat der Umsetzung des Gedenkprojekts in Herford zugestimmt. Insgesamt 123 Personen wurde durch die Stolpersteine gedacht, die alle privat finanziert wurden.

"Mein erster Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, die in so kurzer Zeit die Umsetzung dieses Projekt ermöglicht haben", erklärte Bürgermeister Bruno Wollbrink. Diese Anerkennung gelte im gleichen Maße dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken, dessen organisatorische Hilfe unverzichtbar gewesen sei. "Mit den Stolpersteinen haben wir nun eine bleibende und unübersehbare materielle Erinnerung in den Bürgersteigen unserer Stadt verankert. Das ist gut so. Es bleibt uns aber weiterhin die Aufgabe, das Gedenken insbesondere in der jungen Generation lebendig zu erhalten."

Zustimmung fand das Stadtoberhaupt bei Wolfgang Spanier, dem Vorsitzenden des Kuratoriums. Das Kuratorium plane daher die Herausgebe eines Gedenkbuches unter dem Titel "Jeder Name eine Geschichte" mit Texten zu allen Stolpersteinen. Dabei sollen die Patinnen und Paten der einzelnen Steine mit einbezogen werden. "Wir freuen uns aber über jeden und jede insbesondere aus der jüngeren Generation, die einen Beitrag zum Gelingen des Werkes beitragen wollen". Zur Koordination des geplanten Buches findet am 10. Juli um 16 Uhr ein erstes Treffen in der Gedenkstätte Zellentrakt statt.

Zugleich dankte Wolfgang Spanier auch der Stadtverwaltung für ihr Engagement. Insbesondere das Bürgermeisterbüro sei als erster Ansprechpartner und koordinierende Hand im Hintergrund eine wichtige Hilfe gewesen. Gemeinsam mit der Stadt sei man auch weiterhin bereit weitere Stolpersteine zu setzen. "Sollten weitere Opfer bekannt werden, für die eine Verbindung nach Herford nachweisbar sind, steht das Kuratorium als Ansprechpartner zur Verfügung."

Fotoimpressionen von der Verlegung und dem Rathausplatz

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Fotos: Ute Pahmeyer


Presseberichte

Abgeschlossene Ausstellungen und Projekte

Informationen und Materialien zu abgeschlossenen Ausstellungen und Projekten finden SIe jeweils unter Archiv, Materialien und Presseberichte.

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