AKTUELLES KURATORIUM

„Tatenlos“
16.10.2017

Neugierige Zuschauer im Hintergrund bei einer Deportation aus Lörrach (Foto: Stadtarchiv Lörrach)

Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der jüdischen Mitbürger im Dritten Reich
Eine Performance

Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht 1938

Donnerstag, 9. November 2017, 19 Uhr
Synagoge Herford, Komturstraße 21, 32052 Herford

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht vom 9./10. Nov. 1938.

Gedenkworte:
Tim Kähler (Bürgermeister)
Friedel Böhse (Vors. des Kuratoriums)
Matitjahu Kellig (Jüdische Gemeinde)

Performance
der Gesamtschule Friedenstal: Jahrgangsstufe 8, Kurs „Darstellen und Gestalten“:

Zehra Annac / Samanta Awdullahi / Dunya Biro / Nesrin Durgun / Viktoria Vorobyev / Julietta Wollinsky / Jimmy Grüning / Iziegbe Aideyan John / Darius Büker / Sidan Cakar / Otis Dopheide / Asis Ozmanyan / Sasha Challis / Dilara Demir / Kalin Hussein / Zidan Karabulut / Daria Walinowicz / Jessica-Sophie Winkler

Betreut von Renée Claudine Bredt (Kuratorium) und Hauke Peters (GSF)

Ein Projekt im Rahmen der Bildungs-partnerschaft Gedenkstätte Zellentrakt und Gesamtschule Friedenstal Herford

Kontakt: Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e. V., Gedenkstätte Zellentrakt, Rathausplatz 1, 32052 Herford, 05221/189257, info@zellentrakt.de

Wir danken der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold für die Bereitstellung der Synagoge.


Sonntag, 12.11.2017, Beginn 12 Uhr
Neuer Markt Herford
Orte jüdischen Lebens in Herford
Ein Stadtrundgang mit Christoph Laue

Mit Synagoge und jüdischem Friedhof (männliche Teilnehmer bitten wir um eine Kopfbedeckung).
Kostenbeitrag (VHS): 5,00 €.

Flyer (PDF)

Einladung zu „Tirzah in Chansons“
21.09.2017

Die jüdische Gemeinde Herford-Detmold (gefördert durch den Zentralrat der Juden in Deutschland) und das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V. laden herzlich ein zu:

Tirzah Haase & Armine Ghuloyan:
„Tirzah in Chansons“

Sonntag, 8. Oktober 2017, 16:00 Uhr
Synagoge Herford, Komturstr. 21, 32052 Herford
Eintritt frei (eine Spende wird erbeten)


„Thirzah in Chansons“ heißt die Zeitreise in Wort und Musik des Dortmunder Duos. Präsentiert werden unvergängliche Melodien und Texte von deutsch-jüdischen Komponisten und Literaten, wie z.B. Richard Heymann, Hugo Hirsch, Ernst Toller, Hans May, Friedrich Hollaender u.v.m.

Mit der Inszenierung möchte Tirzah Haase die Zwanziger Jahre, die von jüdischen Künstlern mitgeprägt wurden, einer breiten Öffentlichkeit nahe bringen.

Weitere Informationen: www.tirzah-haase.de

Fotoimpressionen von der Gedenkstunde zu Heiko Ploeger
18.09.2017

Fotoimpressionen von der Gedenkstunde zu Heiko Ploeger

Am 15.09.2017 auf dem Friedhof Ewiger Frieden, Herford

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Presseartikel

Fotoimpressionen vom Konzert am 1. September 2017
04.09.2017

Fotoimpressionen vom Konzert
A teyl vun dir – a teyl vun mir - Eine Hälfte von Dir – Eine Hälfte von mir

Jiddische Lieder und Klezmer mit VALERIYA SHISHKOVA und „Di Vanderer“.

VALERIYA SHISHKOVA Gesang
SERGEY TREMBITSKIY Klavier, Flöte
GENNADIY NEPOMNJASCHIY Klarinette

Am 1. September 2017 im Elsbach-Haus

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Presseartikel

Einladung zum Konzert am 1. September 2017
10.08.2017

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein:

A teyl vun dir – a teyl vun mir -
Eine Hälfte von Dir – Eine Hälfte von mir

Jiddische Lieder und Klezmer
mit VALERIYA SHISHKOVA und „Di Vanderer“.

Freitag 1. September 2017, 19.30 Uhr Elsbach-Haus,
Goebenstraße 3-7, 32052 Herford

Eintritt frei (eine Spende wird erbeten)


Die in Moskau geborene und seit vierzehn Jahren in Dresden lebende Valeriya Shishkova hat sich in den vergangenen Jahren zu einer herausragenden und deutschlandweit überzeugendsten Interpretin jiddischer Lieder entwickelt. Zahlreiche Konzertgastspiele von Bremen bis München brachten ihr in den vergangenen Jahren große Anerkennung und herzliche Resonanz, auch im Ausland: Sie ist Preisträgerin des internationalen Wettbewerbs der jüdischen Musik in Amsterdam. Und das liegt – neben der Perfektion und dem begeisternden Zusammenspiel ihrer beiden Musiker – an der besonderen Persönlichkeit der Sängerin, die Wärme, Empathie und innige Anteilnahme zu verschenken weiß.

Valeriya Shishkova & Di Vanderer spielen sowohl traditionelle jiddische Lieder und Klezmer als auch zeitgenössische Kompositionen nach Texten klassischer und moderner jiddischer Autoren.

Zu ihrem Repertoire gehören auch eigene Kompositionen nach Gedichten der israelischen Dichter Lev Berinsky und Michoel Felsenbaum, die beide zu den wenigen und möglicherweise letzten Autoren gehören, die nicht in Hebräisch, sondern in ihrer jiddischen Muttersprache schreiben.

Valeriya Shishkova besitzt die Gabe, Lieder mit einer großen und ergreifenden Emotionalität so spürbar und mit Herzblut zu gestalten, dass sich wohl niemand im Raum diesem besonderen Zauber entziehen kann. Ihre große Menschlichkeit und Freundlichkeit, den großen Reichtum ihrer Seele, teilt sie in ihren Konzerten mit ihrem Publikum.

VALERIYA SHISHKOVA Gesang
SERGEY TREMBITSKIY Klavier, Flöte
GENNADIY NEPOMNJASCHIY Klarinette

Flyer (PDF)

Impressionen zur Finissage der Ausstellung „Die Elsbach-Braille-Bibliothek“
07.07.2017

Impressionen zur Finissage der Ausstellung „Die Elsbach-Braille-Bibliothek“ von Michael Hellwig

Impressionen Impressionen Impressionen

Lesung: „zur Sprache bringen“ – Das Rumpelstilzchen-Literaturprojekt liest im Elsbach-Haus

Am Mittwoch, 5. Juli 2017 im Elsbach-Haus

Impressionen

Vortragende (von links): Michael Hellwig, Stefanie Göhner, Rabea Jasmin Usling, Carma Niedermeier, Milena Evering

Fotos: Ute Pahmeyer


Eine Auswahl aus den gelesenen Texten:

Stefanie Göhner

Ein Regal voller Gedanken
voller Wahrheit und Lügen
voller Liebe und Krieg

Ein Regal voller Weisheit
voller Leid und Schuld
voller Fantasie und Magie

In diesem Regal
findest du neue Welten
in die du hinabtauchen kannst

Und einige Zeit
von der Wirklichkeit
Abschied nehmen

Denn die Realität
ist sehr selten
besser als ein gutes Buch


Stephanie M. J. Rodenbäck
Am Chateau Hellenstein

„betäubt ein großer Wille steht“
ganz blass geworden
durch Nebelschwaden wandelnd
erhebt sein Herz sich langsam
abgewandt jedoch
„und hinter tausend Stäben keine Welt“
bedächtig weint die Luft
ohne jeden Schritt zu zählen
empfängt er leis die Freiheit
arme weit geöffnet
„wie ein Tanz um eine Mitte“


Rabea Jasmin Usling

heimweh.
habe ich
nach einem Ort
einem bestimmten Ort
den ich noch nie
gesehen habe
als gäbe es ein
band – unsichtbar und stark –
das mich dort hinzieht

der Ort ist anders
als hätte ich ihn in
meinem Traum gesehen.
ich schwöre, er sah genauso aus
wie dieser

nur anders
fühlte er sich an,
unverkennbar anders

aber wer weiß
ob dieser Ort
vielleicht morgen schon
der Ort aus meinem
Traum ist.

Einladung „zur Sprache bringen“
20.06.2017

Wir laden herzlich ein:
„zur Sprache bringen“ – Das Rumpelstilzchen-Literaturprojekt liest im Elsbach-Haus

Zum Abschluss der Ausstellung „Die Elsbach-Braille-Bibliothek“ veranstaltet das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V. am Mittwoch, 5. Juli, ab 19.30 Uhr, im Elsbach-Haus, Goebenstr. 3 – 7, 32052 Herford, eine Lesung von Mitgliedern des Rumpelstilzchen-Literaturprojekts aus Enger. Zustande gekommen ist die Lesung, da der ausstellende Künstler Michael Hellwig Leiter des Rumpelstilzchen-Literaturprojekts ist.

Unter dem Motto „zur Sprache bringen“ werden die jungen Autorinnen und Autoren Texte lesen, die zum Teil gezielt für diese Lesung entstanden sind und sich mit der Elsbach-Bibliothek und den von Hellwig gezeigten Bildern beschäftigen. Daneben wird es auch allgemeiner um Fragen nach Verfolgung, Isolation und Selbstfindung, aber auch um Schreiben und Lesen gehen. Außerdem ist geplant, Ausschnitte aus einem von mehreren Rumpelstilzchen-Mitgliedern entwickelten Gemeinschaftsschreibprojekt vorzustellen, das thematisch in den Zusammenhang passt.

„Ich freue mich, dass wir zu diesem Anlass und in dieser Konstellation lesen werden“, so Hellwig. Das werde für ihn ein spannender Ausstellungsabschluss, da auch für ihn etliche Texte neu sein werden.

Eintritt frei, um eine Spende für die Arbeit des Kuratoriums wird gebeten.

Flyer (PDF)

Fotoimpressionen zur Veranstaltung "Brennende Liebe"
15.05.2017

Fotoimpressionen zu „Brennende Liebe“ Verfolgt-verjagt-vergessen:

Claire und Yvan Goll und ihre Liebe(n)
Erinnerung an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 am Mittwoch, den 10. Mai 2017 im Elsbach-Haus gestaltet von Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Friedenstal Jahrgangsstufe 11 /12 in Kooperation mit dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.

Mitwirkende: Kewin Ammo, Leon Begemann, Galat Bicho, Rozerin Cakmak, Daria Dorn, Regina Doroshenko, Rogdar Hamo, Katharina Lohrei, Seher Özel, David Touray

Bühnenbild: Kyra-Eve Prothero, Annelie Flohr

Musikalische Begleitung: Thomas Lüking

Konzept und Realisation:
Renée Claudine Bredt (Kuratorium)
Michael Römer (Gesamtschule Friedenstal)

Gedenkworte:
Tim Kähler (Bürgermeister der Stadt Herford)
Friedel Böhse (Vorsitzender des Kuratoriums)

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Presseartikel

Einladung zur Veranstaltung "Brennende Liebe"
11.03.2017

„Brennende Liebe“
Verfolgt-verjagt-vergessen:

Claire und Yvan Goll und ihre Liebe(n)
Erinnerung an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933

am Mittwoch, den 10. Mai 2017 um 19.30 Uhr im Elsbach-Haus
Goebenstraße 3-7, 32052 Herford
gestaltet von Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Friedenstal Jahrgangsstufe 11 /12 in Kooperation mit dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.

Mitwirkende:
Kewin Ammo, Leon Begemann, Galat Bicho, Rozerin Cakmak, Daria Dorn, Regina Doroshenko, Rogdar Hamo, Katharina Lohrei, Seher Özel, David Touray

Bühnenbild:
Kyra-Eve Prothero, Annelie Flohr

Musikalische Begleitung:
Thomas Lüking

Konzept und Realisation:
Renée Claudine Bredt (Kuratorium)
Michael Römer (Gesamtschule Friedenstal)

Gedenkworte:
Tim Kähler (Bürgermeister der Stadt Herford)
Friedel Böhse (Vorsitzender des Kuratoriums)


Eintritt frei, um eine Spende für den Erhalt der Elsbach-Bibliothek wird gebeten.


Gleichzeitig eröffnet die Ausstellung Die „Elsbach-Braille-Bibliothek“ von Michael Hellwig

Flyer (PDF)

Einladung zur Ausstellung Die „Elsbach-Braille-Bibliothek“
11.03.2017

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Ausstellungseröffnung:

Die „Elsbach-Braille-Bibliothek“
von Michael Hellwig


am Mittwoch, den 10. Mai 2017 um 19.30 Uhr im Elsbach-Haus

Goebenstraße 3-7, 32052 Herford

Im Rahmen der Erinnerung an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933

Michael Hellwig, Enger, setzt sich in einer sechsteiligen Bilderfolge mit der „Elsbach-Bibliothek“ auseinander.
Unter dem Titel „Braille-Bibliothek“ gestaltet er Papierschnitte mit Blindenschrift. In der Präsentation treten Bücher und Bilder in einen Dialog miteinander.


Gleichzeitig laden wir schon heute zur Finissage der Ausstellung ein:

"zur Sprache bringen"

Lesung von Mitgliedern des Rumpelstilzchen-Literaturprojekts am Mittwoch, 5. Juli 2017, um 19:30 im Elsbach-Haus

Flyer (PDF)

Fotoimpressionen zum Vortrag von Ruth Frenk
24.03.2017

Fotoimpressionen zum Vortrag von Ruth Frenk

Kulturwille ist Lebenswille – Das Vermächtnis der Komponisten im KZ Theresienstadt

Am Donnerstag, 23. März 2017 um 19.00 Uhr in der Synagoge Herford Komturstraße 23

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Fotos: Ute Pahmeyer

Einladung zum Vortrag "Kulturwille ist Lebenswille"
08.03.2017

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zum Vortrag von Ruth Frenk

Kulturwille ist Lebenswille – Das Vermächtnis der Komponisten im KZ Theresienstadt

Am Donnerstag, 23. März 2017 um 19.00 Uhr in der Synagoge Herford Komturstraße 23
Eintritt: 5, 00 € (Abendkasse)

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold und des Kuratoriums Erinnern, Forschen und Gedenken e.V.

Wie konnte es Komponisten selbst unter den unmenschlichen Bedingungen des KZs gelingen, lebensfrohe Musik und Lieder zu komponieren, einzustudieren und aufzuführen? Vielleicht, weil der künstlerische Ausdruck für Menschen ein Grundbedürfnis ist.

In der Zwangsgemeinschaft des KZs Theresienstadt war fast die gesamte jüdische Kulturelite versammelt. Gelehrte aller Wissensgebiete, Künstler, Theaterleute, Literaten, Musiker, gewaltsam herausgerissen aus ihrem normalen Leben, fanden sich hier mit den Massen alter Menschen im gemeinsamen Elend vereint.

Die Gefangenen vegetierten in einer schmalen Grenzzone zwischen Vernichtung durch Hunger, verbunden mit Schwerstarbeit und knappem Überleben. In krassem Widerspruch dazu stand das außergewöhnlich vielfältige geistige Schaffen der inhaftierten Künstler. Hier durfte sogar aufgeführt werden, was im nationalsozialistischen Machtbereich ansonsten verboten war. Unter den Bedingungen ihrer physischen lebensbedrohenden Versklavung durch Zwangsarbeit erlebten die Häftlinge in Theresienstadt eine kulturelle Befreiung ungeahnten Ausmaßes. Auf diesem zwiespältigen Leben lastete die allgegenwärtige Todesdrohung in Gestalt jäh hereinbrechender "Osttransporte".

[Textauszug, vollständiger Text siehe Flyer]

Flyer (PDF)

Fotoimpressionen zum Konzert „Schmück´ dir das Haar mit wildem Mohn…“
13.03.2017

Fotoimpressionen zum Konzert am Mittwoch, 8.März 2017

„Schmück´ dir das Haar mit wildem Mohn…“
Alma Mahler im Kontext

Ein moderierter Liederabend mit Sabine Ritterbusch (Sopran), Heidi Kommerell (Klavier), Jutta Heckmanns (Lesung)

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Fotos: Ute Pahmeyer

Presseartikel

„Schmück´ dir das Haar mit wildem Mohn…“
23.02.2017

Mittwoch, 8.März 2017, 20 Uhr, Studio der Nordwestdeutschen Philharmonie, Stiftbergstr. 2, Herford

„Schmück´ dir das Haar mit wildem Mohn…“
Alma Mahler im Kontext

Ein moderierter Liederabend mit Sabine Ritterbusch (Sopran), Heidi Kommerell (Klavier), Jutta Heckmanns (Lesung)

Alma Mahler war mit Gustav Mahler, mit Walter Gropius und Franz Werfel verheiratet und war entscheidend am kulturellen Geschehen ihrer Zeit beteiligt. Dass sie als Komponistin auch eine künstlerische Eigenständigkeit vorzuweisen hatte, wissen bis heute nur wenige.
In diesem moderierten Liederabend werden Almas Lieder- ihre einzigen bis heute überlieferten Kompositionen- an die Seite derjenigen von Gustav Mahler und Alexander von Zemlinsky gestellt.

Eintritt: 10 Euro/ ermäßigt 5 Euro; Karten an der Abendkasse

Flyer (PDF)

Stolpersteine für Herford - vorläufiger Abschluss der Aktion
09.05.2011

Gunter Demnig übergibt Bürgermeister Bruno Wollbrink symbolisch die letzten Stolpersteine für Herford – Bürgermeister Bruno Wollbrink: "Gedenken muss in der jungen Generation lebendig erhalten werden"

Herford, 5.5. 2011. Der Initiator des Gedenkprojektes Stolpersteine, Gunter Demnig hat Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink die vorerst letzten 47 Stolpersteine für Herford symbolisch überreicht. Anschließend begann der Kölner Künstler mit der Verlegung der Steine. Dabei setzte er nicht nur Steine für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern auch für Mitglieder anderer Opergruppen. Dazu zählen politisch und religiös Verfolgte, Kriegsdienstverweigerer und "Deserteure" sowie Euthanasieopfer aus Herford.

Damit ist die Verlegung von Stolpersteinen in Herford nach 2 ½ Jahren Dauer vorerst abgeschlossen. Im Dezember 2008 hatte der Stadtrat der Umsetzung des Gedenkprojekts in Herford zugestimmt. Insgesamt 123 Personen wurde durch die Stolpersteine gedacht, die alle privat finanziert wurden.

"Mein erster Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, die in so kurzer Zeit die Umsetzung dieses Projekt ermöglicht haben", erklärte Bürgermeister Bruno Wollbrink. Diese Anerkennung gelte im gleichen Maße dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken, dessen organisatorische Hilfe unverzichtbar gewesen sei. "Mit den Stolpersteinen haben wir nun eine bleibende und unübersehbare materielle Erinnerung in den Bürgersteigen unserer Stadt verankert. Das ist gut so. Es bleibt uns aber weiterhin die Aufgabe, das Gedenken insbesondere in der jungen Generation lebendig zu erhalten."

Zustimmung fand das Stadtoberhaupt bei Wolfgang Spanier, dem Vorsitzenden des Kuratoriums. Das Kuratorium plane daher die Herausgebe eines Gedenkbuches unter dem Titel "Jeder Name eine Geschichte" mit Texten zu allen Stolpersteinen. Dabei sollen die Patinnen und Paten der einzelnen Steine mit einbezogen werden. "Wir freuen uns aber über jeden und jede insbesondere aus der jüngeren Generation, die einen Beitrag zum Gelingen des Werkes beitragen wollen". Zur Koordination des geplanten Buches findet am 10. Juli um 16 Uhr ein erstes Treffen in der Gedenkstätte Zellentrakt statt.

Zugleich dankte Wolfgang Spanier auch der Stadtverwaltung für ihr Engagement. Insbesondere das Bürgermeisterbüro sei als erster Ansprechpartner und koordinierende Hand im Hintergrund eine wichtige Hilfe gewesen. Gemeinsam mit der Stadt sei man auch weiterhin bereit weitere Stolpersteine zu setzen. "Sollten weitere Opfer bekannt werden, für die eine Verbindung nach Herford nachweisbar sind, steht das Kuratorium als Ansprechpartner zur Verfügung."

Fotoimpressionen von der Verlegung und dem Rathausplatz

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Fotos: Ute Pahmeyer


Presseberichte

Abgeschlossene Ausstellungen und Projekte

Informationen und Materialien zu abgeschlossenen Ausstellungen und Projekten finden SIe jeweils unter Archiv, Materialien und Presseberichte.

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